Langdock kommt dorthin, wo ihr schon seid.
Zwei neue Plugins bringen Langdock direkt in Outlook und Excel. Damit fällt die kleinste und zugleich hartnäckigste Hürde im Alltag weg: der Wechsel in den anderen Tab.
Im Juli ging es darum, dass Langdock zu festen Zeiten von selbst arbeitet. Diesen Monat geht es um die andere Richtung: Langdock kommt dorthin, wo ihr ohnehin den ganzen Tag verbringt. Innerhalb von vier Wochen sind zwei Plugins erschienen, eines für Excel, eines für Outlook. Beide funktionieren nach demselben Prinzip: Langdock sitzt als Bereich neben eurem Postfach oder eurer Arbeitsmappe und weiß, was ihr gerade offen habt.
Worum es diesen Monat geht
Im Juli ging es darum, dass Langdock zu festen Zeiten von selbst arbeitet. Diesen Monat geht es um die andere Richtung: Langdock kommt dorthin, wo ihr ohnehin den ganzen Tag verbringt.
Innerhalb von vier Wochen sind zwei Plugins erschienen. Am 02.07.2026 das für Excel, am 31.07.2026 das für Outlook. Beide funktionieren nach demselben Prinzip: Langdock sitzt als Bereich neben eurem Postfach oder eurer Arbeitsmappe und weiß, was ihr gerade offen habt. Ihr fragt zu der E-Mail, die vor euch liegt, oder zu der Tabelle, an der ihr arbeitet, ohne irgendetwas hin und her zu kopieren.
Warum ein Tab so viel ausmacht
In fast jedem Workspace, den wir begleiten, sehen wir dasselbe Muster. Die Leute, die Langdock täglich nutzen, haben es sich zur Gewohnheit gemacht, den Tag dort zu beginnen. Alle anderen wissen genau, dass Langdock ihnen bei dieser einen Mail helfen könnte, tun es aber nicht. Der Grund ist selten Skepsis. Der Grund ist, dass man mitten in einer Aufgabe steckt, der Wechsel drei Handgriffe kostet und der Gedanke bis dahin wieder weg ist.
Was daraus folgt: KI wird für geplante Arbeit eingesetzt, für die man sich bewusst Zeit nimmt. Für die laufende Arbeit, also die vierzig Mails am Vormittag und die Tabelle vom Kollegen, bleibt sie ungenutzt. Genau dort liegt aber der größte Teil des Tages.
Langdock in Outlook
Das Outlook-Plugin läuft im Browser und in der Desktop-App. Ihr öffnet eine E-Mail oder einen Termin, klappt Langdock daneben auf und stellt eure Frage. Langdock sieht, was offen ist, und arbeitet direkt damit.
Sechs Dinge, für die es im Alltag taugt
- Posteingang aufholenEine Übersicht über das, was reingekommen ist, und was davon eure Aufmerksamkeit braucht.
- Lange Unterhaltungen zusammenfassenDie Kernpunkte, die offenen Fragen und die nächsten Schritte aus einem Verlauf ziehen, ohne jede Nachricht noch einmal zu lesen.
- Antworten entwerfenEine Antwort auf Basis der offenen Unterhaltung, die ihr danach im Chat in Ton und Inhalt nachschärft.
- Neue Mails verfassenLangdock füllt Text, Betreff und Empfänger.
- Posteingang aufräumenNachrichten in Ordner sortieren und Erledigtes wegräumen.
- Woche planenIn den Kalender schauen sowie Termine anlegen oder ändern, aus derselben Unterhaltung heraus.
Der Punkt, der Vertrauen schafft
Die häufigste Sorge bei KI im Postfach lautet: Was, wenn das Ding etwas verschickt? Die Antwort ist eindeutig. Langdock schreibt ausschließlich in den offenen Entwurf und sendet ihn nie von sich aus. Eine Mail oder eine Einladung geht nur raus, wenn ihr es ausdrücklich verlangt und die Aktion bestätigt.
Langdock fragt standardmäßig nach, bevor es einen Entwurf verändert. Der Dialog zeigt euch, welche Felder es anfassen will, und ihr habt drei Möglichkeiten: einmalig erlauben, für den Rest des Chats immer erlauben oder ablehnen. Wer das nicht braucht, stellt in den Bearbeitungsrechten unten im Eingabefeld auf »Alle Änderungen übernehmen« um.
Langdock in Excel
Beim Excel-Plugin ist es dasselbe Prinzip mit einer anderen Art von Arbeit. Der Bereich steht neben eurer Arbeitsmappe, und Langdock schreibt seine Ergebnisse direkt in die Tabelle.
Wofür sich das lohnt
- Tabellen und Pläne aufbauenBudgetpläne, Projektübersichten, Vergleichstabellen, Reporting-Vorlagen oder Diagramme, direkt in der Mappe.
- RechnenDie gewünschte Berechnung beschreiben und Langdock ergänzt Formeln, Summen, Prozente oder Wachstumsraten.
- Daten säubernNamen, Datumsangaben, Kategorien und Währungen vereinheitlichen, bevor ihr überhaupt anfangt auszuwerten.
- AuswertenTrends, Ausreißer, Veränderungen und die wichtigsten Erkenntnisse aus den Zahlen holen.
- AnreichernZu Firmen, Märkten oder Themen recherchieren und den Zusammenhang in die Tabelle schreiben.
- AufbereitenAus den Zahlen eine Zusammenfassung machen, die in einen Bericht, eine Mail oder eine Präsentation passt.
Der Punkt, der Vertrauen schafft
Auch hier ist die naheliegende Sorge berechtigt: Was, wenn mir das etwas überschreibt? Langdock überschreibt befüllte Zellen grundsätzlich nicht, es sei denn, ihr habt ausdrücklich um ein Ersetzen gebeten. Andernfalls schlägt es einen anderen Bereich vor oder fragt nach. Formeln, die externe Daten nachladen oder Links öffnen, lehnt es immer ab.
Wie in Outlook gilt standardmäßig »Vor Änderungen fragen«. Der Hinweis zeigt euch dabei die Aktion, den Zielbereich und die Anzahl der betroffenen Zellen, bevor irgendetwas geschrieben wird.
Wenn ihr eine fremde Tabelle in eure Mappe holen wollt, hängt sie an den Chat an und bittet ausdrücklich darum, sie zu importieren. Ohne diese Aufforderung bleibt der Anhang eine reine Lesequelle und eure Mappe unangetastet. Die hochgeladene Datei selbst wird dabei nie verändert, auch nicht ihre Quelle in OneDrive, SharePoint oder Google Drive.
Beispiel Outlook: die verlorene Zusage
Ein Verlauf, wie ihn jeder kennt. Eine Ausschreibung läuft seit zwei Wochen, sieben Nachrichten, vier Beteiligte aus zwei Häusern. Die Zusagen stehen verstreut in verschiedenen Mails, mal von der Kollegin aus der Logistik, mal aus dem Key Account. Ganz oben schreibt die Kundin, dass ihr Gremium am Montag tagt und bis Freitag alles geklärt sein muss.
Bisher hieße das: den Verlauf von unten nach oben durchlesen und nebenher mitschreiben, wer was zugesagt hat. Mit dem Plugin öffnet ihr die Mail und stellt eine einzige Anweisung daneben:
Langdock liest den vollständigen Verlauf und gleicht parallel den Kalender ab, beides ohne dass ihr etwas hineinkopiert. Heraus kommt eine Kurzfassung, die sauber trennt. Zugesagt: die Preisstaffel mit ihren Schwellenwerten, die Zahlungsziele samt Skonto, der Liefertermin für alle vier Lager, der Lieferrhythmus danach. Offen und bei uns liegend: der Nachhaltigkeitsnachweis und die Musterlieferung.
Der eigentliche Fund steht darunter. Auf die Frage nach unbeantworteten Punkten liefert Langdock beide, die es im Verlauf gibt: Die Nachhaltigkeitszahlen wurden zweimal angefordert und nie geliefert, und auch die Frage nach dem Termin der Musterlieferung blieb offen. Beides steckte in Nachrichten, die zwei Wochen auseinanderlagen. Genau solche Punkte gehen im Alltag unter, und genau sie kosten am Ende den Auftrag.
Darunter steht der fertige Antwortentwurf, im gewünschten Ton und in der gewünschten Länge. Die drei vorgeschlagenen Termine lagen sämtlich in echten Lücken des Kalenders, jeweils sauber zwischen zwei bestehenden Terminen. Ihr lest den Entwurf in Outlook genau so, wie er rausgehen würde, und schärft im Chat daneben nach: kürzer, anderer Ton, ein Termin mehr.
Beispiel Excel: die unsaubere Liste
Wir haben es an einer Liste ausprobiert, wie sie in jedem Haus herumliegt: ein halbes Jahr Lieferantenausgaben, 50 Zeilen, aus drei Quellen zusammengekippt. Derselbe Spediteur taucht in vier Schreibweisen auf, einmal sogar mit einem Leerzeichen vor dem Namen. Vier Datumsformate stehen untereinander, von 14.01.2026 über 2026-01-16 bis zu einem schlichten »Januar 2026«. Die Beträge sind Text und tragen ihre Währung mit sich, mal in Euro, mal in Franken, mal in Dollar. Dazu eine Gutschrift in Klammern, eine doppelt erfasste Rechnung und eine leere Zeile mittendrin. Von Hand ist das eine knappe Stunde Fleißarbeit, bevor man auch nur die erste Frage stellen kann.
Der erste Auftrag lautete: Leg eine Kopie auf einem neuen Blatt an, vereinheitliche die Lieferantennamen, mach echte Datumsangaben daraus, trenn Betrag und Währung, wirf Dubletten raus, und lass das Ursprungsblatt unangetastet.
Das Ergebnis lag nach gut einer Minute vor. Alle vier Schreibweisen des Spediteurs zusammengeführt, der fehlende Umlaut korrigiert, die doppelte Rechnung entfernt, die Gutschrift korrekt negativ, und die eine Zeile ohne Kategorie sinnvoll ergänzt. Das Blatt mit den Rohdaten lag unverändert daneben.
Interessanter wurde der zweite Schritt: alles in Euro umrechnen und auswerten. Drei Dinge daran waren bemerkenswert, weil sie niemand verlangt hatte.
- Wechselkurse als VorgabeLangdock legte die verwendeten Wechselkurse als eigenen Block ins Blatt und markierte sie als Vorgabe. Die Annahme steht damit sichtbar da, statt unsichtbar in einer Formel zu stecken.
- Rechnungen und Gutschriften getrenntEs trennte Rechnungen und Gutschriften in zwei Zeilen, statt beides zu einer Summe zu verrühren.
- Lücken ausweisen, nicht erratenDer eine Beleg ohne Zahlungsstatus tauchte als eigene Kategorie »unbekannt« auf. Langdock hat die Lücke ausgewiesen, statt sie zu erraten.
Praktisches Detail am Rande: Wenn Langdock in einer Antwort auf Zellen verweist, erscheint der Verweis als anklickbares Element, zum Beispiel »Bereinigt B2:B49«. Ein Klick öffnet das Blatt und markiert genau diesen Bereich.
Eine Kleinigkeit, über die ihr auch stolpern werdet: Sobald aus dem Text echte Zahlen werden, zeigt Excel sie im Format eurer Installation, bei uns also mit englischer Trennung. Ein nachgeschobener Satz im selben Chat genügt, und die ganze Mappe steht im deutschen Format. Das ist überhaupt der Arbeitsrhythmus, an den man sich schnell gewöhnt: ein Auftrag, ein Blick auf das Ergebnis, ein Satz zum Nachschärfen.
So kommt ihr rein
Wenn ihr Admin seid
Der Langdock-seitige Teil ist schnell erledigt. In den Workspace-Einstellungen unter Produkte und Integrationen findet ihr die beiden Plugins und schaltet sie per Schalter frei. Ohne diesen Schritt können sich eure Leute im Plugin nicht anmelden.
Für Outlook gibt es eine Bedingung obendrauf: Das Plugin arbeitet über die Integrationen Outlook Email und Outlook Calendar. Beide müssen im Workspace aktiv sein, denn eure Leute werden beim ersten Öffnen aufgefordert, sie zu verbinden.
Wer eine eigene Umgebung betreibt, braucht zusätzlich einen Microsoft-Administrator. Der lädt die App im Microsoft-365-Admin-Portal unter Einstellungen und integrierte Apps als Office-Add-in hoch, per Link auf die Manifest-Datei, und legt dabei die Zielgruppe fest. Dort empfiehlt sich der Zwischenschritt über eine kleine Gruppe, bevor die gesamte Organisation freigeschaltet wird.
Wenn ihr einfach loslegen wollt
Für Excel sind es vier Schritte: die Langdock-Seite im Microsoft Marketplace öffnen, auf »Get it now« klicken und die Angaben bestätigen, dann »Open in Excel« wählen und euch mit eurem Langdock-Konto anmelden.
Für Outlook sind es fünf, und drei davon werden erfahrungsgemäß übersehen:
-
Erst eine Mail öffnen
Ihr müsst eine E-Mail geöffnet haben, sonst sind die Apps in der Symbolleiste ausgegraut und ihr findet Langdock schlicht nicht.
-
Dasselbe Konto verbinden
Verbindet Outlook Email und Outlook Calendar mit demselben Microsoft-Konto, das ihr in Outlook nutzt. Sonst arbeitet Langdock mit einem anderen Postfach als dem, das vor euch liegt.
-
Bereich anheften
Heftet den Bereich mit dem Pin-Symbol an. Outlook schließt einen nicht angehefteten Bereich, sobald ihr zur nächsten Mail wechselt. Im Fenster zum Verfassen einer neuen Mail müsst ihr das einmal separat wiederholen.
Die Einstellung, die kaum jemand kennt
Beide Plugins haben unter »Preferences« im Menü oben ein Feld für eigene Anweisungen, das nur für die Chats in diesem Plugin gilt und von euren globalen Kontoeinstellungen unabhängig ist. Darunter wählt ihr ein Standardmodell, das bei jedem neuen Plugin-Chat vorausgewählt ist.
Wer in Langdock bereits Skills gebaut hat, greift zusätzlich auf sie zurück, auch im Plugin.
Unser Tipp
Beides dauert in der Einrichtung keine zehn Minuten, und beides beantwortet dieselbe Frage aus eigener Anschauung: Was ändert sich, wenn die Hürde verschwindet? Unsere Erfahrung sagt, dass genau an dieser Stelle aus gelegentlichem Ausprobieren eine Gewohnheit wird.
Bis nächsten Monat,
Timo