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Teil 1 · Grundlagen
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Was eine Integration ist

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Eine Integration verbindet Langdock mit einem System ausserhalb der Plattform: SharePoint, Google Drive, Confluence, Salesforce, Jira und Dutzende mehr. Damit kann der Chat, ein Agent oder ein Workflow Daten aus diesem System lesen oder Aktionen darin auslösen. Ohne Integration ist Langdock ein abgeschotteter Chat. Mit Integration wird daraus ein KI-Layer, der dein Unternehmen kennt.

Kernidee

Eine Integration ist die Brücke zwischen einem KI-Modell und einem Drittsystem. Sie bringt Wissen rein und kann Aktionen rausgeben.

1.1 Die drei Integrations-Typen

Langdock unterscheidet drei Wege, ein externes System anzubinden. Die meisten User brauchen nur Typ 1, manche zusätzlich Typ 2, Typ 3 ist für Entwicklerinnen und Entwickler.

TypWas es istWer baut es
Native IntegrationenVon Langdock vorgebaute, gepflegte Verbindungen. 72 Stück (Stand Oktober 2026), Tendenz steigend. Beispiele: SharePoint, Google Drive, Salesforce, Jira, Confluence.Langdock
MCP-ServerVerbindungen über den Model-Context-Protocol-Standard. Für Tools, für die es keine native Integration gibt. Beispiele: Hugging Face, Canva, Zapier, viele weitere offizielle Server.Drittanbieter oder ihr selbst
Custom IntegrationsEigene Integrationen in JavaScript, mit dem Langdock-Builder zusammengeklickt. Für interne APIs oder Spezial-Fälle.Ihr selbst, mit dem Langdock-Builder

Dieser Guide konzentriert sich auf Typ 1 (native Integrationen), erklärt Typ 2 in Kapitel 7 und zeigt in 7.3 auch den Einstieg in Typ 3.

1.2 Was eine Integration leisten kann

Native Integrationen erfüllen typischerweise zwei Funktionen:

  • Wissen (Knowledge): Inhalte aus dem Drittsystem im Chat oder für einen Agenten verfügbar machen. Beispiel: Confluence-Seiten durchsuchen, Google-Drive-Dateien zitieren, SharePoint-Listen abfragen.
  • Aktion (Action): Etwas im Drittsystem auslösen. Beispiel: Slack-Nachricht senden, Jira-Ticket anlegen, Salesforce-Deal updaten, Outlook-Termin erstellen.

Manche Integrationen können beides, manche nur eins. Die genaue Liste findet ihr im offiziellen Integration Directory und in Kapitel 5.

1.3 Connection · das technische Rückgrat

In der Langdock-Sprache heisst die konkrete Verbindung zu einem Drittsystem Connection. Eine Connection besteht aus drei Dingen:

  • Dem Integrations-Typ (z. B. »Google Drive«).
  • Den Zugangsdaten (OAuth-Token, API-Key, Service-Account, abhängig von der Integration).
  • Einer Owner-Person. Das ist die User-In, die die Connection angelegt hat. Die Connection läuft immer im Namen dieser Person, mit deren Rechten im Drittsystem.

Diese Owner-Logik ist wichtig fürs Verständnis: wenn deine Connection zu Salesforce nur lesen darf, kann auch ein Agent, der deine Connection benutzt, nur lesen. Die Integration erbt deine Rechte.

1.4 Wer eine Connection sehen kann

Connections können privat oder geteilt sein. Welche Optionen offen sind, hängt vom Auth-Verfahren ab:

Auth-MethodeSharing möglich?
OAuth (Login per Browser-Flow)Nicht direkt. Jede Person muss ihre eigene OAuth-Connection anlegen. Weitergeben lässt sie sich nur indirekt: über einen Agenten mit vorausgewählter Connection (s. unten).
API-KeyJa. Kann mit dem ganzen Workspace, einer User-Gruppe, einzelnen Personen oder einem Workspace-API-Key geteilt werden.
Service AccountJa. Wie API-Key. Nur Vertex AI Vector Search nutzt diese Methode.
None (offene MCP)Ja. Wenn der Server keine Auth braucht, ist die Connection beliebig teilbar.

Der Umweg für OAuth: Wer einer ganzen Gruppe Zugriff geben will, ohne Zugangsdaten weiterzureichen, baut einen Agenten und hinterlegt dort eine vorausgewählte Connection. Alle, die den Agenten nutzen dürfen, arbeiten dann über diese eine Connection, ohne sie je zu sehen. Klassisches Beispiel: ein Team-Kalender-Agent, der Termine im gemeinsamen Kalender anlegt. Wer einen Agenten bearbeiten darf, darf auch eine Connection vorauswählen. Für OAuth-Connections braucht diese Person zusätzlich das Recht »Share OAuth connections«, sonst bleibt nur die Auswahl unter den nicht-OAuth-Connections.

Mehrere Connections am selben Tool: Wer zwei Konten am gleichen System hängen hat, kann pro Integration eine Standard-Connection setzen. Langdock greift dann immer auf diese zurück, statt bei jedem Aufruf nachzufragen.

Wer teilen darf: Nicht-OAuth-Connections teilt ein Workspace-Admin unter Integrationen → Integration auswählen → Aktionsmenü der Connection → Share connection. Die Connection-Karte selbst öffnet keine Freigabe-Einstellungen. Bei OAuth teilt niemand direkt, auch kein Admin.

Stolperfalle

Viele neue Admins erwarten, dass sie eine zentrale SharePoint-Connection fürs ganze Team anlegen können. Das geht nicht, weil SharePoint über OAuth läuft. Jede Person verbindet sich selbst. Das ist Absicht: so haben Integrationen immer nur die Rechte, die die Person im Drittsystem auch hätte.

1.5 Was Integrationen nicht sind

Damit das Bild klar ist, hier die Abgrenzung:

  • Eine Integration ist kein Agent. Ein Agent ist ein spezialisierter Assistent. Er kann Integrationen nutzen, ist aber selbst keiner.
  • Eine Integration ist kein Workflow. Ein Workflow ist eine mehrstufige Automatisierung. Er kann Integrationen einsetzen, ist aber selbst keiner.
  • Eine Integration ist kein Upload. Eine PDF, die ihr in den Chat zieht, ist ein Datei-Upload. Wenn ihr SharePoint-Dateien live durchsuchen wollt, braucht ihr die SharePoint-Integration.
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Die vier Auth-Methoden

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Bevor wir in Setup-Details gehen, lohnt es sich zu verstehen, wie Langdock sich beim Drittsystem authentifiziert. Vier Verfahren sind im Einsatz. Welches wann gilt, entscheidet die Integration, nicht ihr.

2.1 OAuth · der Default

OAuth ist das Standard-Verfahren für alle Integrationen, deren Drittsystem Single-Sign-On unterstützt. Praktisch alle grossen SaaS-Tools.

Wie es ablaeuft: Du klickst in Langdock auf »Verbinden«. Ein Pop-up öffnet die Login-Seite des Drittsystems (z. B. Microsoft, Google, Slack). Du loggst dich ein und bestätigst, welche Rechte Langdock bekommen darf. Pop-up schliesst, Connection ist da.

Wer das nutzt: Microsoft 365 (alle Apps), Google Workspace (alle Apps), Slack, Confluence, Notion, Jira, Linear, Salesforce, HubSpot, Zendesk, GitHub, Calendly, Airtable und viele mehr.

Vorteil: Sicher, Token läuft ab und kann widerrufen werden. Keine geheimen Schlüssel zu speichern.

Nachteil: Jede Person muss sich selbst verbinden. Connection nicht teilbar.

2.2 API-Key

Bei manchen Tools, vor allem Daten- und Spezial-Tools, gibt es kein OAuth. Stattdessen generiert ihr im Drittsystem einen API-Key (auch »Token« oder »Personal Access Token« genannt) und kopiert ihn in Langdock.

Wer das nutzt: monday.com, Databricks, Metabase, Tableau, Pinecone, Milvus, Qdrant, DeepL, ElevenLabs, Stripe, Personio, Ashby, Statista, OpenRegister, AWS Kendra, Azure AI Search, UiPath Automation Hub und mehr.

Zwei Wege zum gleichen Tool: Bei Snowflake und Looker gibt es die Wahl. Beide stehen im Directory doppelt: einmal als OAuth-Variante (Snowflake, Looker) und einmal als Schlüssel-Variante (Snowflake PAT, Looker (API Key)) mit identischem Funktionsumfang. Wenn ihr den OAuth-Aufwand scheut, nehmt die Key-Variante.

Vorteil: Connection ist teilbar. Eine Person legt sie an, der Workspace nutzt sie.

Nachteil: Wer den Key hat, hat die Rechte. Behandelt ihn wie ein Passwort: keine Slacks, kein Mail, kein Tracker. Nur ins Langdock-Feld.

2.3 Service Account · Sonderfall Vertex AI

Ein Service Account ist eine Google-Cloud-Identität in Form einer JSON-Datei. Nur eine einzige Langdock-Integration nutzt das: Vertex AI Vector Search. Bei dieser Integration lädst du die JSON-Datei hoch.

Für alles andere brauchst du dich mit Service Accounts in Langdock nicht zu beschäftigen.

2.4 None · offene MCP-Server

Manche MCP-Server brauchen gar keine Auth. Sie liefern öffentliche Daten oder führen stateless Operationen aus. Bei diesen trägst du in Langdock nur die Server-URL ein. Mehr nicht.

2.5 Bring Your Own OAuth · BYOO

Für vier Integrationen (ServiceNow, Shopify Admin, Snowflake und UiPath) ist BYOO zwingend. Statt der Langdock-Standard-OAuth-App registriert euer Admin im Drittsystem eine eigene OAuth-App und trägt deren Client-ID und Secret in Langdock ein.

Der Grund: Diese Drittsysteme akzeptieren keine generischen Multi-Tenant-OAuth-Apps oder erlauben keine geteilten Redirect-URLs. Bei Shopify Admin gibt es schlicht keine von Langdock verwaltete OAuth-App, und UiPath registriert OAuth-Apps ausschliesslich innerhalb einer einzelnen Automation-Cloud-Organisation. Details und Schritte in 3.4.

Bei allen anderen Integrationen ist BYOO optional. Sinnvoll ist es trotzdem, wenn im Consent-Screen euer eigener Name und euer Logo stehen sollen, wenn eure Tenant-Policies greifen müssen oder wenn die API-Rate-Limits auf euren eigenen Vertrag laufen sollen.

2.6 Wer macht das Setup · Admin vs. End-User

AufgabeWer macht das
Integration im Workspace freischalten (Allow-Liste)Admin
Microsoft Tenant-Consent erteilenMicrosoft-Admin im Entra-Portal
BYOO-App registrieren und in Langdock eintragenAdmin
OAuth-Connection für sich selbst anlegenEnd-User
API-Key-Connection mit Workspace teilenEnd-User (Owner) oder Admin
Connection im Chat oder Agent verwendenEnd-User
Faustregel

OAuth-Integrationen fühlen sich an wie »ich logge mich kurz bei Google ein«. API-Key-Integrationen fühlen sich an wie »ich generiere mir einen Token im anderen Tool und kopier ihn rüber«. Wenn du beim Setup an einer Stelle länger als 10 Minuten festhängst, schaut der Admin in Kap. 3 ob im Workspace was blockiert.

Teil 2 · Setup
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Admin-Setup im Workspace

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Dieses Kapitel ist für Workspace-Admins. End-User können das überspringen und direkt in Kapitel 4 einsteigen. Wer hier nicht sauber aufsetzt, hört später den Klassiker »bei mir geht das nicht«.

3.1 Allow-Liste · welche Integrationen dürfen User überhaupt anlegen

Default: alle native Integrationen sind freigegeben. Wenn ihr aus Compliance- oder Hygiene-Gründen einschränken wollt, geht das pro Workspace, pro User-Gruppe oder pro einzelnem User.

Wo: Workspace-Einstellungen → Integrationen → Manage. Dort sieht der Admin die volle Liste die Integrationen und kann pro Eintrag Allow oder Deny setzen.

Zwei Strategien:

  • Open-by-default, Deny pro Tool: Schnell aufgesetzt, gibt Usern Flexibilität. Geeignet für kleinere Workspaces ohne strikte Governance.
  • Closed-by-default, Allow pro Tool: Strenger. Jede neue Integration muss aktiv freigegeben werden. Geeignet für regulierte Branchen.
Zwei Ebenen, nicht verwechseln

Beim Freigeben gibt es zwei getrennte Fragen. Action Access regelt, wer eine Action nutzen darf. Scopes regeln, welche Rechte Langdock beim Drittsystem überhaupt anfragt. Beides muss zusammenpassen, sonst läuft eine Action für eine bestimmte Person nicht.

3.2 Action-Level-Scopes · welche Rechte Langdock anfragt

Jede Action braucht bestimmte OAuth-Rechte beim Drittsystem, etwa Calendars.ReadWrite für Kalender-Operationen. Über Scopes auf Action-Ebene legt ihr fest, welche Fähigkeiten einer Integration im Workspace überhaupt zur Verfügung stehen. Drei Modi stehen zur Wahl:

  • Langdock Client (Default): Langdock fragt automatisch genau die Scopes an, die zu den aktivierten Actions passen, plus die Basis-Scopes zur Identifikation wie openid und email. Für die meisten Workspaces die richtige Wahl.
  • Eigener OAuth-Client mit Sync an: Verhält sich wie der Default, nutzt aber eure eigene OAuth-App. Die Scope-Anfrage passt sich automatisch an, wenn sich Actions ändern.
  • Eigener OAuth-Client mit festen Scopes: Ihr definiert und pflegt die angefragten Scopes von Hand. Sinnvoll, wenn euer Security-Team Berechtigungen unabhängig von Action-Änderungen prüft und Stabilität braucht.

Wo: Workspace-Einstellungen → Integrationen → Integration auswählen → Scopes and Action Access. Der Tab Scope view zeigt die Berechtigungen gruppiert, der Tab Action view jede Action einzeln. Ein Missing-Scope-Badge markiert Actions, denen noch eine Berechtigung fehlt.

Die Einstellung »New actions enabled by default« entscheidet, was mit neuen Actions passiert: Ist sie an, aktiviert Langdock neue Actions automatisch, sofern deren Scopes schon abgedeckt sind. Ist sie aus, bleiben neue Actions inaktiv, bis ihr sie geprüft habt.

Action Access · wer eine einzelne Action nutzen darf

Im gleichen Bereich, Tab Action view, hängt an jeder Action ein Schalter »Available to all users«. Standard ist an, dann darf jede Person im Workspace die Action nutzen. Schaltet ihr ihn aus, erscheint ein Share-Button, über den ihr einzelne User oder ganze Gruppen freigebt.

  • Zugriff auf eine einzelne Action setzt voraus, dass die Person die Integration überhaupt nutzen darf. Die Allow-Liste aus 3.1 greift zuerst.
  • Actions mit dem Badge NATIVE lassen sich nicht abschalten, sie tragen Kernfunktionen der Plattform. Über den NATIVE-Button oben rechts blendet ihr sie aus und seht nur, was tatsächlich änderbar ist.
  • Typischer Einsatz: Lese-Actions für alle, schreibende Actions (Mail senden, Ticket schliessen, Record updaten) nur für eine definierte Gruppe.
Beruhigend

Ein neuer Scope erweitert nie stillschweigend, was Langdock bei eurem Provider anfragen darf. Berechtigungs-Änderungen bleiben dadurch vorhersehbar, auch wenn Langdock laufend neue Actions nachliefert.

3.3 Microsoft Tenant-Consent · der häufigste Stolperstein

Sieben Microsoft-Integrationen brauchen Admin-Consent in Entra (früher Azure AD), bevor der erste User sich verbinden kann:

  • Microsoft SharePoint
  • Microsoft OneDrive
  • Microsoft Teams
  • Microsoft Outlook (Mail)
  • Microsoft Outlook (Kalender)
  • Microsoft Excel
  • Microsoft Planner

Ablauf:

  1. Ein erster Test-User aus eurem Workspace versucht, eine dieser Integrationen in Langdock zu verbinden. Der Versuch scheitert mit der Meldung »Need admin approval«. Das ist normal: Microsoft hat damit den Service Principal in eurem Tenant registriert.
  2. Microsoft-Admin geht ins Entra Admin Center → Enterprise Applications → sucht Langdock.
  3. Klickt auf die Anwendung → unter Security auf Permissions → Grant admin consent for <Tenant>.
  4. Bestätigt im Pop-up die angefragten Microsoft-Graph-Scopes.
  5. Ab jetzt funktioniert die OAuth-Verbindung für alle User im Tenant.
Achtung

Ohne Tenant-Consent läuft keine einzige Microsoft-Integration. Wenn ihr MS-365-Kunde seid, ist das in der Regel der erste Schritt nach dem Workspace-Aufsetzen. Plant Microsoft-Admin und Langdock-Admin auf demselben Termin zusammen, das spart Wartezeit.

Die offizielle Anleitung mit Screenshots aus dem Entra-Portal findet ihr unter docs.langdock.com/en/admin/manage-integrations/integration-setup-guides/microsoft.

Sensitivity Label Policy · Purview-Labels als Sperre

Neu in der Admin-Doku: Mit der Sensitivity Label Policy legt ihr pro Microsoft-Tenant fest, welche Microsoft-Purview-Sensitivity-Labels Langdock verarbeiten darf. Dateien und Mails mit gesperrtem Label halten SharePoint, OneDrive, Outlook Email, Microsoft Teams und Microsoft Excel dann zurück, bevor irgendetwas bei der KI ankommt. Die Funktion erscheint, sobald Langdock sie für euren Workspace freigeschaltet hat.

  • Wo: Einstellungen → Integrationen → Microsoft Purview (oder bei SharePoint, OneDrive, Outlook Email, Teams, Excel über Data Protection & Sensitivity Labels). Die Purview-Connection braucht SensitivityLabel.Read, User.Read, openid und offline_access.
  • Ablauf: Connection wählen, Load labels, pro Label den Schalter Allowed setzen, Save Policy. Beim ersten Laden ist alles erlaubt, Dateien ohne Label bleiben immer erlaubt.
  • Neue Labels: Ein Label, das ihr in Purview neu anlegt, bleibt in Langdock erlaubt, bis ihr erneut Load labels und Save Policy klickt. Nach jeder Label-Änderung in Purview also neu laden und speichern.
  • Nicht abgedeckt: Outlook Calendar, OneNote, Planner, To Do, Power BI, eigene Integrationen, MCP-Server und lokal hochgeladene Dateien. Entwürfe, Senden, Antworten und Weiterleiten in Outlook werden nicht geprüft.

User sehen bei gesperrten Dateien den Hinweis »Blocked by Purview«. Die Prüfung kostet pro Datei oder Mail ein bis drei zusätzliche Microsoft-Graph-Anfragen, Suchen und Folder Sync werden dadurch etwas langsamer.

3.4 BYOO · Bring Your Own OAuth

Bei manchen Integrationen müsst ihr eine eigene OAuth-App im Drittsystem registrieren, statt die generische Langdock-App zu nutzen. Als zwingend führt die Doku aktuell vier Tools:

  • ServiceNow: Zwingend. Im ServiceNow-OAuth-Application-Registry eine Application anlegen, Redirect-URL aus Langdock holen, Client-ID + Secret in Langdock eintragen. Jeder verbindende User braucht zusätzlich die Rolle oauth_user in ServiceNow (plus itil, wenn Incident-Actions genutzt werden).
  • Shopify Admin: Zwingend, es gibt keine von Langdock verwaltete OAuth-App. Ein Workspace-Admin legt im Shopify Dev Dashboard eine App an, trägt die Redirect-URL und die Admin-API-Scopes aus dem Langdock-Dialog dort ein und kopiert Client-ID und Secret zurück nach Langdock. Verbunden wird pro Store über dessen Domain. Wichtig: Die Connection arbeitet mit Rechten auf App-Ebene, also mit den Admin-API-Scopes der App und nicht mit der persönlichen Shopify-Rolle der Person, die sie eingerichtet hat.
  • Snowflake: Zwingend. Via SQL-Befehl in Snowflake eine Security Integration anlegen, URLs konfigurieren, Schlüssel in Langdock eintragen.
  • UiPath: Zwingend. UiPath registriert externe OAuth-Apps immer nur innerhalb einer Automation-Cloud-Organisation, deshalb kann Langdock hier keinen zentralen Client stellen. Euer UiPath-Admin legt unter Admin → External applications → OAuth apps eine Confidential application an, trägt die Scopes aus dem Langdock-Dialog ausschliesslich unter User Scope(s) ein (nicht unter Application Scope(s)) und hinterlegt die Redirect-URL. Application ID und App Secret wandern danach als Client-ID und Secret nach Langdock. Optional könnt ihr dort die UiPath-Cloud-URL als Workspace-Default setzen, dann müssen eure Leute sie beim Verbinden nicht mehr tippen.

Für die meisten anderen Integrationen ist ein eigener OAuth-Client optional: Ihr könnt zwischen der generischen Langdock-App und eurer eigenen wählen, etwa wenn euer Security-Team eine eigene App verlangt.

Mehrere Clients pro Integration: Ihr seid nicht auf einen einzigen OAuth-Client festgelegt. Ein Client gilt als Default für den ganzen Workspace, zusätzliche Clients lassen sich einzelnen User-Gruppen zuweisen. So kann etwa die Konzern-IT einen anderen OAuth-Client nutzen als eine Tochtergesellschaft, obwohl beide dieselbe Integration verwenden.

Was ihr damit gewinnt: Euer Name und Logo im Consent-Screen, eure Tenant-Policies beim Zugriff, eure eigenen Rate-Limits statt der geteilten.

Wo in Langdock: Workspace-Einstellungen → Integrationen → Custom OAuth.

Die zwei Klassiker beim BYOO-Setup
  • redirect_uri_mismatch: Die Redirect-URL muss exakt so im Drittsystem stehen, wie Langdock sie im Dialog anzeigt. Immer per Copy-Button holen, nie von Hand zusammenbauen, denn die Domain hängt an eurem Deployment.
  • insufficient_scope: In eurer OAuth-App fehlt ein Scope, den Langdock anfragt. Der Dialog listet alle nötigen Scopes auf, bei Jira etwa read:jira-work, write:jira-work, read:jira-user, offline_access und manage:jira-configuration.

Wenn ihr einen Client deaktiviert, bleiben bestehende Connections an ihm hängen, nur neue Verbindungen gehen woanders hin. Löscht ihr ihn, laufen bestehende Tokens noch, bis sie ablaufen, danach müssen alle betroffenen User neu autorisieren.

Schritt-für-Schritt-Anleitungen: docs.langdock.com/en/admin/manage-integrations/bring-your-own-oauth.

3.5 Default Tool Stack · welche Tools Langdock vorschlägt

Die meisten Unternehmen arbeiten entweder mit Microsoft 365 oder mit Google Workspace. Damit Langdock nicht beide Welten gleichberechtigt vorschlägt, könnt ihr einen Default Tool Stack hinterlegen. Er entscheidet, welche Integrationen neuen Mitgliedern zuerst angeboten werden und worauf Langdock bei Empfehlungen zurückgreift.

Wo: Workspace-Einstellungen → Integrationen → Default tool stack. Zur Auswahl stehen Microsoft, Google oder None. Änderungen speichert Langdock sofort, ein Bestätigen entfällt.

Pro Kategorie abweichen: Unter Advanced category defaults lässt sich die Suite-Vorgabe für einzelne Kategorien überschreiben: E-Mail, Kalender, Dateiablage, Messaging, Meetings, Projektmanagement, CRM, Support, Knowledge Base, Code-Repository und Business Intelligence. Typischer Fall: Microsoft als Suite, aber Slack für Messaging und Jira fürs Projektmanagement.

Automatische Erkennung: Wenn eine Suite drei oder mehr Connections erreicht und damit vor der anderen liegt, wählt Langdock sie von selbst aus, bis ihr manuell etwas anderes setzt.

Empfehlung, keine Sperre

Der Default Tool Stack ist eine Vorauswahl, keine Allow-Liste. Bestehende Connections eurer User bleiben unberührt, und wer sich bewusst für ein anderes Tool entscheidet, behält diese Wahl. Wer wirklich verbieten will, arbeitet mit der Allow-Liste aus 3.1.

Zurücksetzen: Einzelne Kategorien über Use suite default, die Suite selbst über None.

3.6 Admin-Newsletter abonnieren

Langdock hat einen separaten Admin-Newsletter, der Integrations-Änderungen vorab ankündigt. Wer das abonniert, vermeidet Böses wenn sich Scopes ändern oder eine Integration refaktoriert wird.

Abonnieren: Eine leere Mail an admin-integrations-updates+subscribe@langdock.com senden. Bestätigung kommt automatisch zurück.

Tipp

Verteilerliste anlegen, an die das Admin-Team in deinem Unternehmen mitliest. So bekommt nicht nur eine Person Bescheid, sondern z. B. die Verteilerliste eures IT-Service-Desks oder Compliance-Teams.

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Connection anlegen als End-User

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Wenn dein Admin die Integrationen in der Allow-Liste freigeschaltet hat (und falls nötig Microsoft-Consent + BYOO erledigt sind), bist du dran. Eine Connection anlegen dauert in der Regel unter zwei Minuten.

4.1 Der 5-Schritt-Standardflow

Für alle native Integrationen ist der Ablauf der gleiche:

  1. Einstellungen öffnen. Klick links unten auf dein Profilbild → Einstellungen → Integrationen.
  2. Integration wählen. In der Liste oder über die Suche den gewünschten Integration finden. Auf Connect klicken.
  3. Authentifizieren. Je nach Integration: Bei OAuth öffnet sich ein Browser-Pop-up des Drittsystems, du loggst dich ein und bestätigst die Permissions. Bei API-Key trägst du den Token im Langdock-Formular ein.
  4. Connection benennen (optional). Standard-Name ist der Integrations-Typ. Wer mehrere Connections zum gleichen Tool hat (z. B. zwei Salesforce-Orgs), sollte sinnvoll benennen: »Salesforce Prod«, »Salesforce Sandbox«.
  5. Verwenden. Im Chat @<Integration> tippen, oder im Agenten unter Wissen bzw. Tools die Connection auswählen.

4.2 Connection testen

Nach dem Anlegen ist die einfachste Probe ein @-Trigger im Chat. Beispiele:

  • Drive: @Google Drive zeig mir die zehn zuletzt geänderten Dokumente
  • Confluence: @Confluence such die Seite »Onboarding 2026«
  • Slack: @Slack listet die Channels meines Workspaces

Wenn die Integration Inhalte zurückliefert: Connection funktioniert. Wenn ein Fehler kommt: in 4.4 nachschauen.

4.3 Reauthorize, wenn der Token abgelaufen ist

OAuth-Tokens haben begrenzte Lebenszeit. Typisch sind 60 bis 90 Tage, je nach Drittsystem. Wenn dein Token abläuft, geht die Integration in den Reauth-Zustand über.

Seit Mai 2026 zeigt Langdock dir das direkt im Chat: wenn du die Integration benutzen willst und der Token abgelaufen ist, erscheint inline ein Hinweis »Re-authorize« mit einem Link. Ein Klick, neuer Browser-Pop-up, neue Login-Bestätigung, fertig. Die laufende Conversation bleibt erhalten.

Alternativ kannst du jederzeit unter Einstellungen → Integrationen alle deine Connections sehen. Abgelaufene erscheinen mit einer roten Markierung und einem Reauth-Button.

In Workflows: Seit dem 18. September 2026 meldet der Workflow Monitor ungültige Connections, bevor ein Lauf daran scheitert. Du verbindest sie dort direkt neu und startest fehlgeschlagene Läufe anschliessend erneut, bis zu 20 auf einmal, wahlweise ab der Fehlerstelle oder von vorn.

Vier Auslöser für eine Reauth: der Token ist abgelaufen, er wurde im Drittsystem widerrufen, der Connection fehlt ein Scope für eine neue Action, oder euer Admin hat den Custom-OAuth-Client entfernt, an dem die Connection hing (s. 3.4).

Praktisch

Nach erfolgreicher Reauth wiederholt Langdock geeignete Anfragen, die vorher am abgelaufenen Token gescheitert sind, automatisch. Du musst deinen Prompt in der Regel nicht neu tippen.

4.4 Was tun bei Fehlern

Vier Fehlerklassen, von häufig nach selten:

»Need admin approval«

Tritt bei Microsoft-Integrationen auf. Bedeutet: dein Microsoft-Admin hat noch keinen Tenant-Consent in Entra erteilt. Schick deinem IT-Admin den Link aus 3.3 oder direkt zur offiziellen Microsoft-Admin-Approval-Anleitung.

»Permission denied« oder »Insufficient scope«

Du hast dich verbunden, aber im Drittsystem fehlt die Rolle für das, was du anfragst. Beispiel: in Jira willst du Tickets anlegen, hast aber nur Leserechte im Projekt. Lösung: Rechte im Drittsystem anheben lassen, dann Connection einmal trennen und neu verbinden, damit die neuen Scopes mitkommen.

»Connection nicht teilbar«

Du hast versucht, eine OAuth-Connection mit Kolleginnen zu teilen. Geht nicht, by-design. Jede Person legt ihre eigene OAuth-Connection an. Nur API-Key-, Service-Account- und None-Connections sind teilbar (s. 1.4).

Integration taucht in der Liste gar nicht auf

Dann hat dein Admin ihn in der Allow-Liste deaktiviert. Frag im internen IT-Service-Desk oder bei der oder dem Langdock-Admin nach Freischaltung.

Tipp

Wenn du gerade einen Workshop oder eine Demo hast und eine Integration zickt: trenne sie einmal komplett (Einstellungen → Integrationen → Connection → Trash) und leg sie frisch an. 70 Prozent aller Connection-Probleme lösen sich damit, ohne dass jemand IT anrufen muss.

Teil 3 · Integrationen in der Praxis
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Integrationen-Katalog

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72 native Integrationen gibt es aktuell (Stand Oktober 2026). Alle in dieser Tiefe zu beschreiben würde den Guide sprengen. Wir gehen in drei Stufen vor:

  • Tier 1: Die 13 Integrationen, die in DACH-Mittelstand am häufigsten gefragt werden. Mit Setup-Schritten, Beispiel-Prompts und Stolperfallen.
  • Tier 2: rund 30 weitere Integrationen mit Standard-OAuth oder Standard-API-Key. Tabelle mit Kurzbeschreibung und Link zur offiziellen Doku.
  • Tier 3: Die restlichen Spezial-Integrationen (Vector-DBs, Audio, Übersetzung etc.). Sammelübersicht.

Die vollständige offizielle Liste liegt im Integration Directory. Dort steht auch immer der tagesaktuelle Stand, die Zahl wächst laufend.

Wegweiser

Wenn du nur eine bestimmte Integration brauchst, springe per Cmd+K direkt zum Tool. Dieser Katalog ist nicht zum Durchlesen gedacht, sondern zum Nachschlagen.

5.1 Microsoft-Familie

Alle Microsoft-Integrationen laufen über OAuth via Microsoft Graph. Sieben davon brauchen einmal pro Workspace Tenant-Consent in Entra (s. 3.3). Ohne diesen Schritt geht bei ihnen gar nichts.

SharePoint

Sucht und liest Dokumente, Pages und Listen-Einträge aus euren SharePoint-Sites. Erlaubt im Chat Aktionen wie Datei-Anlage oder neue List-Items.

  • Auth: OAuth, Tenant-Consent erforderlich.
  • Setup: Einstellungen → Integrationen → SharePoint → Connect → Microsoft-Login. Du siehst danach automatisch nur die Sites, auf die du im Original Zugriff hast.
  • Im Chat: @SharePoint suche die Site »Vertrieb 2026« und liste die Pages, @SharePoint lade die Datei »Pricing.pdf« aus der Site »Sales«
  • Stolperfalle: Wenn du eine SharePoint-Site im Browser nicht sehen kannst, sieht die Integration sie auch nicht. Das ist nicht Langdock, das ist deine SharePoint-Berechtigung.
  • Seit Mai 2026: Wenn du einen SharePoint-Page-Link (.aspx) direkt in den Chat einfügst, löst Langdock die Seite automatisch auf und liest den Inhalt, ohne dass du extra danach suchen musst.
  • Folder Sync: SharePoint ist eine der vier Quellen, die Folder Sync unterstützen (s. 6.2).

OneDrive

Persönlicher Microsoft-Speicher. Suchen, browsen, runter- und hochladen.

  • Auth: OAuth, Tenant-Consent erforderlich.
  • Setup: Einstellungen → Integrationen → OneDrive → Connect.
  • Im Chat: @OneDrive zeig mir alle Dateien, die ich letzte Woche angefasst habe, @OneDrive speichere diese Antwort als Markdown-Datei in »/Notizen/Langdock«
  • Stolperfalle: OneDrive wird häufig mit SharePoint verwechselt. OneDrive ist persönlich, SharePoint ist geteilt. Für Team-Dokumente nimm SharePoint.
  • Folder Sync: OneDrive ist neu als Quelle für Folder Sync dabei (s. 6.2).

Microsoft Teams

Channels und Direct Messages durchsuchen, Nachrichten senden, Meetings checken.

  • Auth: OAuth, Tenant-Consent erforderlich.
  • Setup: Einstellungen → Integrationen → Microsoft Teams → Connect.
  • Im Chat: @Teams was wurde diese Woche im Channel »Marketing« besprochen, @Teams sende eine Nachricht an Lisa, dass das Meeting auf 15 Uhr verschoben ist
  • Stolperfalle: Senden in private Channels und 1:1-Chats verlangt strengere Scopes als Lesen. Beim ersten Schreibversuch wirst du ggf. nach Reauth gefragt.

Outlook (Mail)

Mails suchen, lesen, beantworten, senden. Ordner organisieren.

  • Auth: OAuth, Tenant-Consent erforderlich.
  • Setup: Einstellungen → Integrationen → Outlook Email → Connect.
  • Im Chat: @Outlook such alle Mails von Klaus aus den letzten 4 Wochen, @Outlook entwirf eine Antwort auf die letzte Mail von Marie und schick sie als Draft
  • Stolperfalle: Senden im Namen anderer (Shared Mailbox) braucht in Exchange explizite SendAs-Rechte. Wer die nicht hat, kann nur unter eigener Adresse senden.

Outlook (Kalender)

Termine lesen, anlegen, verschieben, Verfügbarkeiten checken.

  • Auth: OAuth, Tenant-Consent erforderlich.
  • Setup: Einstellungen → Integrationen → Outlook Calendar → Connect.
  • Im Chat: @Outlook Calendar leg nächsten Mittwoch 10:30 ein 30-Minuten-Meeting mit Sarah an, Titel »Q2-Planung«, @Outlook Calendar wann hab ich diese Woche noch frei zwischen 14 und 17 Uhr
  • Stolperfalle: Wiederkehrende Termine werden bei Updates manchmal nur für die einzelne Instanz geändert. Für Änderungen an der ganzen Serie explizit darum bitten.
Nicht verwechseln: Langdock for Outlook (Neu, 31. Juli 2026)

Die beiden Outlook-Integrationen holen Mails und Termine nach Langdock. Langdock for Outlook geht den umgekehrten Weg und setzt Langdock direkt in Outlook, in Posteingang und Kalender. Damit fasst ihr Mail-Verläufe zusammen, räumt den Posteingang auf, entwerft Antworten und plant Termine, ohne Outlook zu verlassen. Eure Knowledge Bases, Integrationen, Skills und Workflows stehen dabei im Add-in bereit. Freischalten muss es ein Admin in den Workspace-Einstellungen unter Integrationen, dort den Schalter für das Outlook-Add-in umlegen. Voraussetzung sind die beiden Integrationen Outlook Email und Outlook Calendar, denn genau über sie liest das Add-in Nachrichten, durchsucht Postfächer und arbeitet mit Kalendern. Beim ersten Öffnen fordert es euch auf, beide zu verbinden.

Excel

Tabellen lesen, schreiben, Charts erzeugen. Im Vergleich zu Dateimanagement über OneDrive: hier geht es um den Inhalt der Zellen.

  • Auth: OAuth, Tenant-Consent erforderlich.
  • Setup: Einstellungen → Integrationen → Excel → Connect.
  • Im Chat: @Excel öffne die Datei »Vertriebsforecast.xlsx« und gib mir die Summen pro Region
  • Stolperfalle: Bei sehr grossen Sheets (>10k Zeilen) ist die Live-Abfrage langsam. Für solche Datasets lieber Datenanalyse direkt in Langdock nutzen mit hochgeladener Datei.
Nicht verwechseln: Langdock for Excel (Neu, 2. Juli 2026)

Die oben beschriebene Excel-Integration bringt eure Tabellen nach Langdock. Umgekehrt bringt das neue Langdock for Excel Langdock direkt in Excel: ein Add-in, das ihr über den Microsoft Marketplace installiert, sobald euer Admin es in den Workspace-Integrationseinstellungen freigeschaltet hat. Im Add-in fragt ihr Dinge zum Workbook (komplexe Sheets erklären lassen, Anomalien finden), erzeugt Formeln, Tabellen, Charts und Pivot-Tabellen per natürlicher Sprache, bereinigt und strukturiert unübersichtliche Daten (Namen, Datumsformate, Kategorien, Währungen vereinheitlichen) und ladet fertige Sheets in die Langdock-Library. Eure bestehenden Knowledge Bases, Integrationen, Skills und Workflows stehen dabei direkt im Plugin bereit, ohne Extra-Konfiguration.

5.2 Google-Workspace-Familie

Alle Google-Integrationen laufen über OAuth. Im Unterschied zu Microsoft braucht es keinen Workspace-weiten Admin-Consent. Jede Person verbindet ihren eigenen Google-Account.

Google Drive

Dateien suchen, browsen, runter- und hochladen. Inhalte zitieren.

  • Auth: OAuth.
  • Setup: Einstellungen → Integrationen → Google Drive → Connect → Google-Login → Scope-Bestätigung.
  • Im Chat: @Drive zeig mir alle Docs, die ich diese Woche bearbeitet hab, @Drive zitier mir die wichtigsten Punkte aus dem Briefing »Pitch ACME«
  • Stolperfalle: Shared Drives (früher Team Drives) brauchen, dass dein Account Mitglied ist. Files, die nur per Link geteilt sind, findet die Integration unter Umständen nicht in der Suche.
  • Folder Sync: Drive ist eine der vier Quellen für Folder Sync (s. 6.2).

Gmail

Mails suchen, lesen, beantworten, senden. Labels managen.

  • Auth: OAuth.
  • Setup: Einstellungen → Integrationen → Gmail → Connect.
  • Im Chat: @Gmail such Mails von »notifications@stripe.com« mit Status »failed«, @Gmail schick eine Erinnerung an die Teilnehmer von gestern, dass die Folien im Drive liegen
  • Stolperfalle: Gmail-Suchen sind kontextlos. Wenn du auf einen konkreten Thread anspielst, kopier die Subject-Zeile in deine Anweisung.

Google Calendar

Termine lesen, anlegen, Verfügbarkeit checken. Mit oder ohne Meet-Link.

  • Auth: OAuth.
  • Setup: Einstellungen → Integrationen → Google Calendar → Connect.
  • Im Chat: @Calendar wann hab ich nächste Woche zwei Stunden am Stück frei, @Calendar leg ein Meeting mit lisa@beispiel.de am Donnerstag um 15 Uhr an, inkl. Meet-Link
  • Stolperfalle: »Verfügbarkeit« berücksichtigt nur deinen Hauptkalender. Wer separate Kalender (z. B. Fokuszeit-Kalender) führt, muss die explizit erwähnen.

5.3 Knowledge & Kollaboration

Confluence

Suchen, lesen, neue Pages anlegen, Pages updaten. Egal ob Cloud oder Data Center.

  • Auth: OAuth.
  • Setup: Einstellungen → Integrationen → Confluence → Connect → Atlassian-Login → richtige Site wählen.
  • Im Chat: @Confluence such die Page »Engineering Onboarding« und fass die ToDos zusammen, @Confluence leg eine neue Page im Space »Marketing« mit Titel »Q3-Kampagne« an, Inhalt: das hier
  • Stolperfalle: Wenn du mehrere Atlassian-Orgs hast, achte beim Connect darauf, dass du die richtige Site verbindest. Wechseln geht nur, indem du die Connection trennst und neu anlegst.
  • Self-hosted: Wer Confluence im eigenen Rechenzentrum betreibt, nimmt nicht diese Integration, sondern die separate Confluence Data Center. Gleicher Funktionsumfang (suchen, Pages und Kommentare lesen, Pages anlegen und updaten), ebenfalls OAuth.
  • Folder Sync: Confluence Cloud ist neu als Quelle für Folder Sync dabei (s. 6.2). Die Data-Center-Variante bleibt aussen vor, und Tabellen zieht der Sync aus Confluence nicht mit.
  • Doku-Lücke: Confluence hat in der offiziellen Langdock-Doku keine dedizierte Setup-Seite. Bei kniffligen Fällen direkt an support@langdock.com.

Slack

Channels und DMs durchsuchen, Nachrichten senden, Threads zusammenfassen.

  • Auth: OAuth.
  • Setup: Einstellungen → Integrationen → Slack → Connect → Slack-Workspace auswählen → Permissions bestätigen.
  • Im Chat: @Slack fass den Thread #marketing-launch der letzten zwei Tage zusammen, @Slack schick eine Nachricht in #ops dass das Deployment läuft
  • Stolperfalle: Private Channels und DMs siehst du nur, wenn dein Slack-Account in diesen Channels Mitglied ist. Bei der Verbindung wirst du gefragt, ob Slack den Bot »Langdock« in eure Channels einladen soll. Das ist nur für aktives Posten nötig, nicht für Lesen mit deinem User-Token.

5.4 CRM, Support & ITSM

Salesforce

Leads, Accounts, Opportunities, Contacts durchsuchen. Records anlegen, updaten. Reports abfragen.

  • Auth: OAuth.
  • Setup: Einstellungen → Integrationen → Salesforce → Connect → Salesforce-Login. Bei Sandbox-Orgs explizit Sandbox wählen.
  • Im Chat: @Salesforce zeig mir alle offenen Opportunities im DACH-Pipeline mit Volumen über 100k, @Salesforce update den Contact von Marie Müller mit neuer Mobilnummer 0151...
  • Stolperfalle: Connection erbt deine Salesforce-Profile-Rechte. Wenn du nur Read auf einem Objekt hast, kann die Integration auch nur lesen. Sandbox-User vergessen oft, beim Connect die Sandbox-Variante zu wählen und landen auf der Prod.

HubSpot

Contacts, Companies, Deals, Tickets. Lesen, suchen, anlegen, updaten.

  • Auth: OAuth.
  • Setup: Einstellungen → Integrationen → HubSpot → Connect → HubSpot-Account-Login → Scopes bestätigen.
  • Im Chat: @HubSpot such Deals mit Stage »Verhandlung« und Close-Date diesen Monat, @HubSpot trag bei Company »ACME GmbH« die neue Industry »FinTech« ein
  • Stolperfalle: Custom Properties sind voll abrufbar, müssen aber genau benannt werden. Wer im HubSpot-Setup unter Properties nachschaut und den internen Property-Namen kennt, hat es leichter.

ServiceNow

Incidents, Change Requests, Knowledge-Articles. Lesen, suchen, anlegen, updaten.

  • Auth: OAuth, Bring Your Own OAuth zwingend (s. 3.4).
  • Setup: Admin legt die OAuth-App in ServiceNow an (System OAuth → Application Registry), trägt Client-ID + Secret in Langdock unter Custom OAuth ein. Erst dann kann sich der erste User verbinden. Beim User-Login muss zusätzlich die Rolle oauth_user gesetzt sein, für Incident-Aktionen auch itil.
  • Im Chat: @ServiceNow zeig mir alle offenen P1-Incidents, @ServiceNow erstell ein Incident: Drucker im 3. OG druckt nicht, Priority Medium
  • Stolperfalle: Wenn der OAuth-Setup-Schritt übersprungen wird, scheitert jeder Verbindungsversuch. Das ist die Integration mit der häufigsten initialen Setup-Verwirrung in DACH.

5.5 PM & Issue-Tracking

Jira

Issues durchsuchen, lesen, anlegen, kommentieren, Status ändern. Cloud-Variante voll unterstützt.

  • Auth: OAuth.
  • Setup: Einstellungen → Integrationen → Jira → Connect → Atlassian-Login → richtige Site wählen.
  • Im Chat: @Jira such alle Bugs im Projekt »CRM« mit Priorität High, die letzte Woche aufgemacht wurden, @Jira leg ein neues Story-Ticket im Projekt »Onboarding« an mit Titel »User können Passwort zurücksetzen«, Description: ...
  • Stolperfalle: Custom Workflows mit Spezial-Statuswerten müssen exakt benannt sein. Beispiel: bei »Status auf Review setzen« muss »Review« genau so im Workflow heissen, sonst lehnt Jira die Transition ab.
  • Self-hosted: Für Jira Data Center im eigenen Rechenzentrum gibt es eine eigene Integration namens Jira Data Center. Sie kann Issues suchen, Status und Kommentare lesen und Tickets anlegen oder updaten.

5.6 Daten & Analytics

Snowflake

SQL-Queries auf eure Snowflake-Warehouses absetzen, Schemas und Tables explorieren. Ergebnisse direkt im Chat lesen und visualisieren.

  • Auth: Zwei getrennte Einträge im Directory. Snowflake läuft über OAuth, dort ist BYOO zwingend. Snowflake PAT nutzt stattdessen einen Personal Access Token und kommt ohne OAuth-Setup aus, bei identischem Funktionsumfang inklusive Cortex Search.
  • Setup (OAuth): Admin legt in Snowflake via SQL eine Security Integration an (TYPE = OAUTH, OAUTH_CLIENT = CUSTOM), trägt die Redirect-URL aus Langdock ein und kopiert Client-ID, Secret und Authorization-URL zurück nach Langdock. Warehouse und Default-Database angeben.
  • Setup (PAT): Token in Snowflake erzeugen, in Langdock unter Snowflake PAT eintragen, fertig. Für die meisten Teams der schnellere Weg.
  • Netzwerk: Wenn euer Snowflake-Account IP-Allowlisting oder Network Policies nutzt, muss die statische Langdock-IP freigeschaltet werden. Sonst scheitert die Verbindung ohne sprechenden Fehler.
  • Im Chat: @Snowflake list mir die zehn umsatzstärksten Kunden Q1 2026, @Snowflake zeig mir das Schema der Tabelle »sales_fact«
  • Stolperfalle: Wer keinen Default-Warehouse setzt, bekommt bei jeder Query einen Fehler. Auch die Rolle muss explizit Lese-Rechte auf den abzufragenden Schemas haben.

5.7 Tier-2 · Standard-OAuth oder API-Key

Diese Integrationen funktionieren nach den gleichen Standard-Mustern und brauchen keine Spezial-Anleitung. Bei Fragen direkt in die offizielle Doku.

IntegrationWofürAuth
LinearIssues und Projects, Modern-PM-Tool. Live-Suche und Anlegen via Chat.OAuth
AsanaTasks, Projects, Teams. Aktionen wie Tickets anlegen, Statuswechsel.OAuth
monday.comBoards, Items, Updates. Read und Write.API-Key
GitHubRepos, Issues, PRs, Commits. Lesen und schreibender Zugriff je nach Scope.OAuth
BitbucketRepositories durchsuchen, Pull Requests und Diffs prüfen, Branches browsen und anlegen.OAuth
ZendeskTickets, Users, Knowledge-Base. Support-Workflows automatisieren.OAuth
PipedriveDeals, Leads, Personen und Organisationen finden, Aktivitäten und Notizen lesen, Einträge anlegen und updaten.OAuth
Microsoft Dynamics 365Records in beliebigen Tabellen nachschlagen und updaten, Leads qualifizieren, Opportunities als Won oder Lost schliessen.OAuth
NotionPages, Datenbanken, Content. Lesen und schreiben.OAuth
MiroBoards, Frames lesen.OAuth
PersonioHR-Daten: Mitarbeitende, Abwesenheiten, Verträge.API-Key
StripeZahlungen, Customers, Invoices, Subscriptions.API-Key
BigQuerySQL-Queries auf Google Cloud Data-Warehouse.OAuth
DatabricksWorkspaces, Notebooks, Queries. Unity-Catalog nötig.API-Key (PAT)
Looker / Looker (API Key)Dashboards explorieren, Queries laufen lassen, Datenmodelle browsen. Zwei Directory-Einträge mit gleichem Funktionsumfang.OAuth oder API-Key
TableauWorkbooks, Views, Datasources.API-Key
MetabaseDashboards und Questions. Ab v1.47.API-Key
Microsoft FabricGeschäftsdaten aus Data Warehouses, SQL-Datenbanken, Lakehouses und gespiegelten Datenbanken abfragen. Läuft über ein API for GraphQL-Item in Fabric, in dem euer Fabric-Admin festlegt, welche Objekte und Operationen überhaupt sichtbar sind. Lesen und Schreiben sind getrennte Actions, eine Query kann keine Mutation auslösen, und vor jeder Mutation fragt Langdock nach. Kein Tenant-Consent nötig.OAuth (SSO oder hinterlegte Zugangsdaten)
Shopify AdminProdukte, Bestand, Standorte, Bestellungen, Fulfillments, Rabatte und Dateien eines Stores nachschlagen und ändern. Verbunden wird pro Store über dessen Domain.OAuth, BYOO Pflicht (s. 3.4)
Power BIDatasets queryen, Reports abrufen. Tenant-Consent erforderlich (gehört zu MS).OAuth
Azure DevOpsNeu in der Admin-Doku (im Integration Directory noch nicht gelistet): Work Items anlegen, suchen und kommentieren, Sprints und Team-Kapazität, Wikis, Repositories, Branches, Commits über mehrere Dateien sowie Pull Requests anlegen und mergen. Nutzt eigene Azure-DevOps-Scopes (vso.*) statt Microsoft Graph.OAuth
Azure Resource ManagerEbenfalls neu in der Admin-Doku: Subscriptions, Resource Groups und Ressourcen in Azure durchsuchen, Activity Logs und Änderungsverlauf abrufen. Nur lesend, Zugriff über den Scope user_impersonation, sichtbar ist, was die Azure-RBAC-Rolle des Users hergibt.OAuth
ZoomMeetings anlegen, Recordings durchsuchen. Bei Dedicated-Customers BYOO.OAuth
CalendlyEvent-Types, Bookings, Verfügbarkeit.OAuth
AirtableBases und Records lesen und schreiben.OAuth
AshbyRecruiting-Funktionen: Kandidaten, Stages, Interviews.API-Key
Google Docs / Sheets / Slides / Tasks / Meet / AnalyticsSpezifische Google-Workspace-Apps neben Drive, Gmail, Calendar.OAuth
Microsoft OneNote / Planner / To Do / EntraWeitere MS-365-Apps neben SharePoint, OneDrive, Teams, Outlook, Excel. Entra liefert User-Lookups, Gruppen und Directory-Infos und verwaltet inzwischen auch App-Registrierungen (Client Secrets, Redirect URIs, App-Rollen, Permission Grants), dafür braucht es entsprechende Schreib-Scopes mit Admin-Consent.OAuth
Microsoft Viva EngageCommunities browsen, Nachrichten suchen und lesen, Antworten posten, Mitglieder verwalten.OAuth
Confluence Data Center / Jira Data CenterDie self-hosted Varianten der beiden Atlassian-Tools. Eigene Directory-Einträge, gleiche Funktionen wie die Cloud-Versionen.OAuth
WrikeTasks, Projects, Time Tracking.OAuth
UiPathUiPath Orchestrator: Automatisierungs-Jobs auslösen und einreihen, Läufe und Job-Statistiken beobachten, Prozesse, Queues und Folder browsen.OAuth, BYOO Pflicht (s. 3.4)
UiPath Automation HubAutomatisierungs-Ideen durchsuchen, Kategorien und Anwendungen browsen, Pipeline-Phase und Kosten-Nutzen-Details abrufen.API-Key

5.8 Tier-3 · Spezial-Integrationen

Für diese Tools verzichten wir auf eigene Schritt-Anleitungen, weil sie entweder sehr eng zugeschnitten sind oder von Entwickler-Teams angebunden werden. Die offizielle Doku ist hier ausreichend.

IntegrationWofür
DeepLÜbersetzungen on-demand. API-Key.
ElevenLabsSprachsynthese.
LumaGenerative Video.
StatistaMarktdaten und Statistiken.
OpenRegisterDeutsches HR-Register.
PylonModern Customer Support.
Google MapsPlaces, Geocoding, Routes, Distance Matrix. Eigenes Google-Cloud-Projekt mit Billing nötig.
Pinecone, Milvus, QdrantVector-Datenbanken für RAG-Use-Cases.
Vertex AI Vector SearchGoogle-Cloud-Vector-Search. Einzige Integration mit Service-Account-Auth.
AWS Kendra, Azure AI SearchEnterprise-Search-Backends der grossen Hyperscaler.

Wenn ihr ein Tool sucht, das hier nicht steht: Schaut ins offizielle Integration Directory oder ins MCP-Directory. Wenn es dort auch nicht steht, ist die Antwort meist eine Custom Integration oder ein eigener MCP-Server.

6

Folder Sync, Company Knowledge & @-Actions

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Wenn Integrationen angelegt sind, gibt es drei verschiedene Wege, ihre Inhalte zu nutzen. Die Wahl entscheidet, ob ihr Live-Daten oder Snapshots seht, ob euer Agent immer aktuelles Wissen hat oder einen festen Stand und wie viel Konfigurationsaufwand entsteht.

6.1 Drei Wege, ein Vergleich

MechanismusWas es machtWann nutzen
Folder SyncLädt einen Ordner aus SharePoint, Google Drive, OneDrive oder Confluence Cloud einmal täglich in das Wissen eines Agenten. Snapshot, kein Live.Wenn ein Agent immer auf einen klar definierten Wissensstand zugreifen soll und die Daten sich nicht stündlich ändern.
Company KnowledgeLive-Suche über alle deine verbundenen Quellen gleichzeitig (Drive, OneDrive, SharePoint, Confluence, Mail, Slack, Teams, Kalender, Linear).Wenn der Chat oder Agent flexibel über alles deines Erreichbare suchen soll, ohne fixe Quellen-Auswahl.
@-Actions im ChatDu tippst @Slack oder @Outlook und löst eine konkrete Aktion aus (Nachricht senden, Termin anlegen).Wenn du etwas tun willst, nicht etwas finden. Aktionen, nicht Suche.

6.2 Folder Sync · Snapshot-Wissen für Agenten

Folder Sync ist die einfachste Art, einem Agenten ein klar abgegrenztes Wissens-Set mitzugeben. Beispiel: Du baust einen Agenten für »Kundenkommunikation«, der dein Tone-of-Voice-Manual, Mail-Vorlagen und Kunden-Briefings kennen soll. Diese liegen in einem SharePoint-Ordner. Folder Sync zieht sie ein.

Wo: Agent → Wissen → Attach → Folder Sync.

Limits, die du kennen musst

  • Quellen: SharePoint, Google Drive, OneDrive und Confluence Cloud. Die jeweilige Integration muss im Workspace freigeschaltet und von dir verbunden sein. Nicht dabei: Notion, Box, Dropbox und alle Data-Center-Varianten.
  • Maximal 5 Ordner pro Agent oder Projekt.
  • Maximal 200 Files pro Ordner in Cloud-Workspaces, in Dedicated-Deployments sind es bis zu 1.000.
  • Purview-Labels: Ist eine Sensitivity Label Policy aktiv (s. 3.3), werden Dateien mit gesperrtem Label beim Sync ausgelassen und früher synchronisierte Kopien entfernt.
  • Refresh: automatisch einmal pro Tag. Manuell über Agent → Wissen → ... → Refresh.
  • Initial-Sync: kann bis zu eine Stunde dauern, je nach Ordnergröße. Die täglichen Updates danach laufen deutlich schneller.

Welche Dateiformate gehen rein

  • Unterstützt: Textdokumente (PDF, DOC, DOCX, TXT, MD), Präsentationen (PPT, PPTX), SharePoint-Site-Pages (ASPX), Tabellen aus SharePoint, Google Drive und OneDrive (XLS, XLSX, CSV, TSV, Google Sheets) und weitere textbasierte Dateien.
  • Nicht unterstützt: Bilder (PNG, JPG, GIF) und andere nicht-textbasierte Medien.

Wie gesucht wird: Für Textdokumente arbeitet Folder Sync mit semantischer Suche und zieht die passenden Abschnitte heran. Tabellen laufen anders: Sie werden über ein eigenes Lese-Tool ausgewertet, nicht über die semantische Suche. Rechnen und Filtern in grossen Sheets funktioniert damit zuverlässiger als über Textschnipsel.

Rechte gelten weiter: Auch bei einem gesyncten Ordner prüft Langdock zum Zeitpunkt der Nutzung, ob die zugreifende Person die Datei im Quellsystem sehen darf. Ein Sync hängt Inhalte also nicht dauerhaft an allen Berechtigungen vorbei.

Neu · Tabellen gehen jetzt rein

Früher waren XLS, XLSX und CSV von Folder Sync ausgeschlossen. Das gilt nicht mehr: Tabellen inklusive TSV und Google Sheets werden inzwischen mitsynchronisiert. Der alte Workaround, Tabellen vorher in PDF zu exportieren, ist damit hinfällig. Bilder bleiben aussen vor, dafür braucht ihr weiterhin einen anderen Weg.

Neu · zwei zusätzliche Quellen

Folder Sync hing lange an SharePoint und Google Drive. Inzwischen kommen OneDrive und Confluence Cloud dazu. Wer sein Agenten-Wissen bisher aus OneDrive per Hand hochgeladen hat, kann den Ordner jetzt direkt anhängen. Eine Einschränkung bleibt: Tabellen (XLS, XLSX, CSV, TSV, Google Sheets) zieht Folder Sync nur aus SharePoint, Google Drive und OneDrive, nicht aus Confluence Cloud.

Nicht verwechseln (Stand Juni 2026)

Seit dem 25. Juni 2026 nutzt Langdock zwei neue Begriffe, die nichts mit Folder Sync zu tun haben: Knowledge Bases sind die früheren »Folders«, also schreibgeschützte Sammlungen für die semantische Suche. Die neuen Folders sind Arbeitsordner, in denen Langdock Dateien direkt liest, bearbeitet und anlegt, und die sich mit Kolleginnen, Gruppen oder dem ganzen Workspace teilen lassen (in Agenten vorerst nur lesend). Folder Sync meint dagegen weiterhin nur das tägliche Einspielen eines Ordners aus SharePoint, Drive, OneDrive oder Confluence Cloud in das Wissen eines Agenten.

6.3 Company Knowledge · Live-Suche über alle Quellen

Company Knowledge ist seit Ende Januar 2026 live. Es sucht gleichzeitig in allen verbundenen Quellen einer Person und gibt Treffer aus, ohne dass du vorher festlegen musst, wo gesucht werden soll.

Aktuelle Quellen: Google Drive, OneDrive, SharePoint, Confluence, Gmail, Outlook, Slack, Microsoft Teams, Google Calendar, Linear und neu auch Jira.

Bedingung: Für jede der Quellen brauchst du eine eigene aktive Connection. Was du nicht verbunden hast, wird auch nicht gefunden. Zusätzlich muss ein Admin Company Knowledge in den Workspace-Einstellungen überhaupt freigeschaltet haben.

Wo: Im Chat über den Button Company knowledge in der Eingabeleiste. Beim ersten Klick öffnet sich automatisch die Quellen-Auswahl. Im Agenten liegt die Funktion unter Wissen.

Quellen auswählen: In der Auswahl schaltest du jede verbundene Quelle per Toggle an oder aus, es wird nur in den aktiven gesucht. Wer mehrere Konten am selben Tool hängen hat (etwa zwei Google-Accounts), wählt über Manage Connections das richtige. Deine Auswahl merkt sich Langdock für das nächste Mal. Mindestens eine Quelle muss aktiv sein.

6.4 @-Actions · Aktionen direkt aus dem Chat

Jede verbundene Integration kann im Chat per @-Trigger angesprochen werden. Beispiele:

  • @Slack sende eine Nachricht an #marketing mit dem Kampagnen-Update
  • @Outlook leg einen Termin nächsten Donnerstag 14 Uhr mit Markus an
  • @Jira erstelle ein Bug-Ticket im Projekt CRM mit Titel »Login-Fehler bei SSO«
  • @Salesforce suche alle Deals mit Status »Negotiation« und Volumen über 50k

Das Modell entscheidet selbst, welche konkrete Action der Integration zu deiner Anweisung passt, und fragt vor dem Ausführen nach Bestätigung, wenn die Action schreibend ist. Seit dem 6. Juli 2026 zeigt dir dieser Bestätigungs-Dialog auch die optionalen Felder der Action an, sodass du sie direkt ausfüllen oder anpassen kannst, bevor du die Aktion freigibst (z. B. eine CC-Adresse bei einer Mail oder ein Label an einem Ticket).

Die Trennlinie: Lesende und suchende Actions laufen ohne Nachfrage durch, damit das Zusammensuchen von Informationen flüssig bleibt. Alles, was anlegt, ändert oder löscht, sollte bestätigt werden, weil die Parameter vom Modell stammen und einen kurzen Blick verdienen.

Preview und Source: Bei Feldern mit formatiertem Text, etwa dem Body einer Mail, hat der Bestätigungs-Dialog zwei Ansichten. Preview zeigt das gerenderte Ergebnis, Source das darunterliegende HTML oder Markdown. Praktisch, wenn eine Mail im Preview sauber aussieht, aber prüfen willst, was tatsächlich rausgeht.

Plugins · Integrationen, Skills und Tools an einem Ort

Seit dem 15. September 2026 bündelt Langdock Integrationen, Skills und Tools unter Plugins. Du fügst ein Plugin direkt über die Chat-Eingabe hinzu, und die Unterhaltung bekommt Zugriff auf dessen Kontext und Actions, ohne dass du den Chat zum Einrichten verlassen musst.

  • Plugins in der Seitenleiste: zeigt die Integrationen, die in eurem Workspace verbunden sind, und die verfügbaren Skills. Installierte Integrationen stehen oben, Kategorien und die Beliebtheit im Workspace helfen beim Finden.
  • Prompt Starters: Jede Integration bringt Beispiel-Prompts mit, an denen du schnell siehst, was sie kann.
  • Skills mit Integrationen: Ein Skill kann eine oder mehrere Integrationen mitbringen. Sobald der Skill im Chat aktiv ist und das Modell seine Anweisungen gelesen hat, stehen deren Actions automatisch bereit. Eine eigene Connection braucht trotzdem jede Person. Beim ZIP-Export und -Import eines Skills bleiben die angehängten Integrationen erhalten.
  • Bestätigungen pro Agent: Im Agent Builder legst du fest, welche Actions vor dem Ausführen eine Bestätigung brauchen.

6.5 Entscheidungs-Tabelle

Was du willstWelcher Mechanismus
Agent soll immer den selben Wissensstand benutzenFolder Sync
Im Chat »wo war nochmal das Briefing« finden, überallCompany Knowledge
Eine Mail schicken, einen Termin anlegen, ein Ticket erstellen@-Action
Tagesaktuell Sales-Daten aus Salesforce zitierenLive-Frage an die Salesforce-Integration, nicht Folder Sync
Eine 200-Seiten-Wissensbasis dauerhaft im Agenten habenFolder Sync

6.6 Integrationen automatisiert nutzen · Scheduled Tasks

Seit dem 18. Juni 2026 lassen sich Integrationen auch zeitgesteuert nutzen. Mit Scheduled Tasks legst du einen Prompt fest, der automatisch über einen deiner Agenten läuft und dabei live auf die Integrationen zugreift, die der Agent angebunden hat. So zieht ein Task zur eingestellten Uhrzeit immer frische Daten, ohne dass du den Chat manuell anstösst.

  • Cadence: täglich, wöchentlich oder ein eigener Rhythmus. Jeder Lauf startet zur gesetzten Zeit in deiner lokalen Zeitzone.
  • Live-Daten: Der Task nutzt dieselben @-Actions und Connections wie der Agent. Beispiel: jeden Montag 8 Uhr die offenen Salesforce-Deals zusammenfassen oder die neuen Outlook-Mails vom Wochenende sichten.
  • Verwalten: Im neuen Bereich »Scheduled« in der Seitenleiste siehst du alle Tasks, ihre Lauf-Historie und kannst sie pausieren oder fortsetzen.
  • Per API: Seit dem 15. September 2026 lassen sich Scheduled Tasks auch über die öffentliche API anlegen, auflisten, ändern, pausieren, fortsetzen, auslösen und löschen.
Teil 4 · Erweitern & Pflegen
7

MCP-Server, wenn nativ fehlt

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Nicht alles, was ihr anbinden möchtet, gibt es als native Langdock-Integration. Für diese Fälle gibt es den MCP-Weg.

7.1 Was MCP ist

MCP steht für Model Context Protocol. Es ist ein offener Standard, ursprünglich von Anthropic eingeführt, über den KI-Plattformen mit externen Tools sprechen können. Statt dass jeder Anbieter für jedes Tool eine eigene Integration baut, redet jede Plattform mit jedem MCP-Server über das gleiche Protokoll.

Für euch heisst das: Wenn es keine native Langdock-Integration gibt, aber einen MCP-Server, könnt ihr trotzdem anbinden.

7.2 Existierenden MCP-Server anbinden

Langdock pflegt ein eigenes MCP-Verzeichnis mit inzwischen 79 offiziellen Servern (Stand 15.10.2026). Offiziell heisst: der jeweilige Anbieter betreibt und pflegt den Server selbst, alle laufen remote über HTTP/SSE, ihr müsst nichts lokal installieren. Beispiele für Tools, die als MCP, aber nicht nativ verfügbar sind:

  • Canva und Figma-Alternativen wie Mobbin · Design-Recherche und Vorlagen
  • Hugging Face · Modell-Hub und Datasets, ganz ohne Auth nutzbar
  • Cloudflare Workers, Vercel, Netlify, Sentry · Hosting und Monitoring für Entwickler-Teams
  • Ramp, Spendesk, PayPal, Square · Finanz- und Spesen-Tools
  • Zapier und Pipedream · Brücke zu tausenden weiteren Apps
  • Intercom, PagerDuty, PostHog, Amplitude · Support, Incidents und Produkt-Analytics
  • SISTRIX, Statista, Stack Overflow, Context7 · Recherche und Nachschlagewerke

Drei Server stehen aktuell noch auf Beta: Pennylane (nur auf Anfrage für einen begrenzten Kreis), Pipedrive (im Aufbau, einzelne Actions können noch fehlen) und neu Leadfeeder (Website-Besucher identifizieren und anreichern, Setup-Schritte und Tools können sich noch ändern). Manche Server hängen an einem kostenpflichtigen Tarif beim Anbieter, etwa Jamie (Pro, Team oder Enterprise) und TaxGraph (aktives Abo oder Trial).

Neu im Verzeichnis: Riecken bindet DATEV an (Mandanten, Buchhaltungsauswertungen, Dokumente und Mandantenbriefe) und setzt ein aktives Konto für MCP for DATEV mit verbundenem DATEV-System voraus. draw.io erstellt Diagramme und zeigt sie als MCP App direkt im Chat an, ganz ohne Anmeldung.

Die Auth-Methode hängt am jeweiligen Server: die meisten nutzen OAuth, manche einen API-Key oder Bearer-Token (z. B. GitHub per PAT), und ein paar öffentliche Server wie Hugging Face, DeepWiki oder Microsoft Learn Docs brauchen gar keine Anmeldung.

Wo anbinden: Einstellungen → Integrationen → MCP → Add. URL des MCP-Servers eintragen, falls nötig Auth (API-Key oder OAuth gemäss Server-Beschreibung). Vor dem Speichern testet Langdock die Verbindung und zeigt an, welche Tools der Server anbietet.

Vier Auth-Varianten beim Anlegen: keine Auth für öffentliche Server, API-Key mit frei wählbarem Header-Format (X-API-Key, Bearer, Basic), OAuth 2.0 mit PKCE und automatischer Erkennung, sowie Advanced OAuth 2.0 für Server ohne Dynamic Client Registration, bei denen ihr Client-ID und Secret von Hand eintragt. Eigene Header können feste Werte oder Platzhalter wie {{ access_token }} enthalten.

API-Key-Header im Detail: Zur Wahl stehen X-API-Key, API-Key, X-Auth-Token, Authorization: Bearer, Authorization: Token und Authorization: Basic. Bei Basic tragt ihr username:password ein, Langdock kodiert das selbst. Ohne Auswahl schickt Langdock den Key sowohl als X-API-Key als auch als Bearer-Token. Auf Dedicated Deployments mit User-OAuth-Login gibt es zusätzlich den Platzhalter {{ user_oauth_access_token }}, der das Langdock-Login-Token des Users an den MCP-Server weiterreicht.

Zwei Zahlen und eine Voreinstellung
  • Pro MCP-Integration sind maximal 60 Tools und 50 Resources möglich.
  • Neu gespeicherte Tools laufen standardmässig ohne Bestätigungsabfrage. Bei allem, was im Drittsystem schreibt, solltet ihr die Bestätigung pro Tool aktiv einschalten.

Workspace-weit teilen: Anders als persönliche OAuth-Connections (s. 8.1) kann ein Admin eine MCP-Connection seit April 2026 für den ganzen Workspace freigeben. So muss nicht jede Person den gleichen MCP-Server einzeln anlegen.

Einen Server bringt Langdock schon mit: Langdock Docs ist in Cloud-Workspaces standardmässig enthalten. Damit kann der Chat die offizielle Langdock-Doku direkt durchsuchen, ohne dass jemand etwas anlegen muss.

Vollständiges Verzeichnis: docs.langdock.com/en/using-langdock/integrations/mcp-directory.

MCP Apps · interaktive Oberflächen statt Textantwort

Neu ist, dass ein MCP-Server nicht nur Text zurückgeben kann, sondern eine kleine interaktive Oberfläche. Langdock rendert diese HTML-Oberfläche in einem abgeschotteten Iframe direkt im Chat, zum Beispiel ein Formular oder eine Vorschau statt einer reinen Text-Ausgabe. Referenz-Beispiel ist der ServiceNow-MCP-Server. Wichtig für euch: Auch wenn die Oberfläche aus dem Server kommt, braucht jeder Tool-Aufruf, den sie auslöst, weiterhin eure ausdrückliche Bestätigung.

7.3 Custom MCP-Server selbst betreiben

Wenn ein interner Service angebunden werden soll, der keinem ext. MCP-Server entspricht: ihr könnt selbst einen MCP-Server schreiben (in Python, TypeScript, Go) und ihn aus Langdock heraus ansprechen. Das ist Entwickler-Arbeit, kein Klick-Setup.

Alternativ könnt ihr in Langdock direkt eine Custom Integration ohne MCP bauen, über den eingebauten JavaScript-Builder. Für viele Use-Cases ist das schneller als ein eigener MCP-Server.

Noch schneller geht es mit dem Integration Builder Agent: Du beschreibst im Chat, welches Tool du anbinden willst und was es können soll, hängst bei Bedarf die API-Doku an, und der Agent richtet Auth (OAuth, API-Key oder keine), Actions und Trigger ein. Voraussetzung ist eine Connection zur Integration Langdock mit einem API-Key, der den Scope Integrations API hat. Start über Integrationen → Add integration → Start building oder über die Agent-Vorlage. Auf Dedicated-Deployments gibt es nur den Weg über die Vorlage.

Was der Sandbox-Code mitbringt

Der Code einer Custom Action läuft in einer abgeschotteten JavaScript-Umgebung. Externe Libraries lassen sich dort nicht installieren oder importieren, dafür bringt Langdock eine Reihe eingebauter ld.*-Funktionen mit, die genau die Aufgaben abdecken, für die man sonst ein npm-Paket bräuchte:

  • HTTP: ld.request() für Aufrufe mit automatischem JSON-Handling, ld.awsRequest() für AWS-SigV4-signierte Requests.
  • Daten: Umwandlung zwischen CSV, Parquet, Arrow und JSON, dazu eine Prüfung, die SQL-Abfragen auf Lesezugriff begrenzt.
  • Krypto: RSA-SHA256-Signaturen für JWT- und OAuth-Flüsse, Base64 kodieren und dekodieren.
  • Hilfsmittel: Logging zum Debuggen und ld.wait() für Pausen gegen Rate-Limits, gedeckelt bei 30.000 Millisekunden.

Grenzen: 100 MB pro Response-Body, 150 MB pro Ausführung inklusive Logs und Inline-Dateien. Private und interne Netzwerkadressen sind blockiert. Python-Code-Nodes in Workflows nutzen eine eigene Laufzeit, dort gibt es die ld.*-Funktionen nicht.

Dateien in eigenen Actions

Eine Custom Action kann Dateien entgegennehmen und zurückgeben. Eingaben kommen als Objekt mit Dateiname, MIME-Type, Grösse, Base64-Inhalt und Änderungsdatum an, Ausgaben legt ihr unter einem files-Schlüssel ab und landen im Chat als normale Anhänge. Es gelten 100 MB und maximal 20 Dateien pro Action sowie ein Timeout von zwei Minuten pro Ausführung.

Details und Beispiele: docs.langdock.com/en/using-langdock/guides/integrations/create-integrations.

Dateien zwischen Chat und MCP-Server

MCP ist nicht auf Text beschränkt. Wenn ein Tool ein Eingabefeld mit format: "file" deklariert, löst Langdock einen Datei-Verweis aus dem Chat automatisch auf und übergibt dem Server ein fertiges Objekt mit Dateiname, MIME-Type, Base64-Inhalt, Grösse und Änderungsdatum. Umgekehrt kann ein Server über MCP-Resources Dateien zurückgeben, die in Langdock als ganz normale Anhänge landen: ansehen, herunterladen, an das nächste Tool weiterreichen.

7.4 Langdock als MCP-Server · die Richtung andersherum

Bisher ging es darum, fremde Tools nach Langdock zu holen. Es geht auch umgekehrt: über den Langdock Agent MCP Server stellt ihr eure eigenen Agenten nach aussen bereit, sodass andere MCP-fähige Clients sie als Tool aufrufen können.

  • Endpunkt: https://api.langdock.com/mcp. Bei einem Dedicated-Deployment stattdessen https://<eure-domain>/api/public/mcp.
  • Auth: ein Langdock-API-Key mit dem Scope Agent API, entweder als Authorization: Bearer oder als x-api-key. Keys legt ein Workspace-Admin in den Workspace-Einstellungen unter API an.
  • Drei Tools: find_agent sucht die Agent-ID zu einem Namen, ask_agent schickt einen Prompt an einen Agenten (mit optionaler messageHistory für mehrstufige Gespräche), ask_custom_agent konfiguriert einen Agenten ad hoc.

Praktisch heisst das: Der Fach-Agent, den ihr in Langdock gebaut habt, lässt sich aus anderen KI-Clients heraus ansprechen, ohne dass ihr Prompts und Integrationen dort nachbauen müsst.

7.5 A2A · wenn Agenten mit Agenten reden

Neben MCP unterstützt Langdock das Agent-to-Agent-Protokoll (A2A). Es stammt ursprünglich von Google und wird inzwischen von der Linux Foundation gepflegt.

Der Unterschied in einem Satz

MCP verbindet einen Agenten mit Werkzeugen (Datenbanken, APIs, Services). A2A verbindet einen Agenten mit anderen Agenten (Delegieren, Zusammenarbeiten). Beides schliesst sich nicht aus: MCP gibt eurem Agenten Fähigkeiten, A2A lässt ihn Aufgaben an Spezialisten abgeben.

VorhabenWofür
Eine Datenbank abfragen, eine API aufrufen, ein externes Tool anbindenMCP
Recherche an einen spezialisierten Agenten abgeben, mehrere Agenten auf einer Aufgabe koordinierenA2A

Technisch beschreibt sich jeder A2A-Agent über eine AgentCard, eine JSON-Datei unter /.well-known/agent-card.json, die Name, Beschreibung und Fähigkeiten auflistet. Darauf baut die automatische Erkennung. Der Ablauf ist immer gleich: Card lesen, Task schicken, Antwort komplett zurückbekommen. Streaming gibt es noch nicht, die Authentifizierung erfolgt ohne Auth oder per API-Key.

Für Admins wichtig: Langdock blockt private und interne Netzwerkadressen in AgentCard-URLs und A2A-Anfragen. Wer interne A2A-Agenten erreichen will, braucht ein Dedicated-Deployment mit entsprechend gesetzter URL-Validierung. Diese Sperre ist ein Schutz gegen Server-Side-Request-Forgery, keine willkürliche Hürde.

7.6 Sicherheits-Hinweise zu MCP

Vorsicht bei Drittanbieter-MCPs
  • Jeder MCP-Server, den ihr anbindet, kann auf die Daten zugreifen, die ihr ihm gebt. Genauso wie eine Browser-Extension. Prüft den Betreiber.
  • Bei Community-MCPs ohne klaren Anbieter: lieber lassen, oder selbst hosten.
  • Für Production-Use Cases: lieber Native-Integration anfragen oder Custom Integration bauen statt langfristig auf einen externen MCP zu setzen.
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FAQ & Aktuell bleiben

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Die häufigsten Fragen aus dem Setup-Alltag plus drei Quellen, über die ihr immer auf dem aktuellen Stand bleibt.

8.1 Häufige Fehlerbilder

»Need admin approval«

Tritt bei den Microsoft-Integrationen auf. Lösung: euer Microsoft-Admin muss Tenant-Consent in Entra erteilen. Details in 3.3.

»Re-authorization required« / Token abgelaufen

OAuth-Tokens haben eine begrenzte Lebenszeit. Wenn die Integration »Re-authorize« meldet: einmal auf den Link klicken, Login wiederholen, fertig. Seit Mai 2026 zeigt Langdock diesen Hinweis sogar inline im Chat, wenn ein Token mitten im Gespräch abläuft.

»Connection nicht teilbar«

Du hast wahrscheinlich versucht, eine OAuth-Connection mit Kolleginnen zu teilen. Das ist by-design nicht möglich, ein OAuth-Token gehört genau einer Person. Jede Person legt ihre eigene Connection an. Wenn ein Team gemeinsam auf eine Quelle zugreifen soll, führt der Weg über einen Agenten mit vorausgewählter Connection (s. 1.4).

Taucht bei einer API-Key-Connection kein Share connection im Aktionsmenü auf, fehlen dir die Rechte: Direkt teilen dürfen nur Workspace-Admins.

SharePoint-Integration findet Dateien nicht

Prüfen: Hat der verbundene Microsoft-Account überhaupt Lesezugriff auf die SharePoint-Site im Original? Die Integration erbt deine Rechte. Wenn du die Site im Browser nicht sehen kannst, sieht die Integration sie auch nicht.

Folder Sync lässt Dateien aus

Tabellen sind entgegen einer häufigen Annahme kein Problem mehr, XLS, XLSX, CSV, TSV und Google Sheets werden mitsynchronisiert (s. 6.2). Ausgelassen werden Bilder und andere nicht-textbasierte Medien. Wenn trotzdem etwas fehlt: Der Ordner ist bei 200 Dateien gedeckelt, alles darüber fällt raus. SharePoint-Listen und OneNote-Notizbücher lassen sich gar nicht erst als Quelle wählen. Bei grossen Beständen hilft es, Unterordner einzeln als eigene Sync-Ordner anzuhängen statt den Elternordner komplett.

Synced Folder ist plötzlich tot

Ein Folder Sync hängt an der persönlichen OAuth-Connection der Person, die ihn angehängt hat. Verlässt diese Person das Unternehmen oder wird ihr Zugriff entzogen, bricht der Sync ab und stellt sich nicht von selbst wieder her. Die Lösung ist immer die gleiche: Jemand anderes mit Zugriff auf den Quellordner hängt ihn neu an. Bei geschäftskritischen Agenten deshalb von Anfang an dafür sorgen, dass mehrere Personen Zugriff auf die Quellordner haben.

BYOO-Integration verbindet nicht

Häufiger Fehler: Redirect-URL im Drittsystem stimmt nicht mit der erwarteten Langdock-URL überein. Genau das, was Langdock im Setup-Schritt vorgibt, ist 1:1 ins Drittsystem zu kopieren. Kein Trailing Slash, kein zusätzlicher Parameter.

8.2 Wo ihr offiziellen Support bekommt

8.3 Aktuell bleiben · drei Quellen

  1. Admin-Newsletter (s. 3.6). Wichtigste Quelle. Kommt vor Breaking Changes.
  2. Public Changelog: langdock.com/changelog. Zeigt neue Integrationen, UI-Änderungen, Bug-Fixes. Lohnt einen monatlichen Blick.
  3. DECAID Academy. Wir aktualisieren diesen Guide bei grösseren Änderungen. Stand jeweils unten im Footer.
Faustregel

Wenn ihr Verantwortung für Integrationen im Unternehmen tragt, abonniert den Admin-Newsletter, hängt euch in den Changelog ein, und kontrolliert einmal im Quartal eure Allow-Liste. Das reicht, um nicht von Änderungen überfahren zu werden.

Langdock Integrationen · Stand 15. Oktober 2026
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